In einem Beitrag für die Kollegen von Newsroom schildert Jeff Jarvis, bekannter Blogger und Vordenker, seine Überlegungen zur Zukunft von Nachrichtenagenturen und Zeitungen. In Amerika sind die Journalisten und Blogger schon einen Schritt weiter. Was können wir von denen lernen?
Mein Blog gehört mir!
Ein Blogger erreicht 100 Leser. 10 Blogger erreichen 1000 Leser. Schreiben die 10 Blogger an einem / auf einem Blog gemeinsam, erreichen sie 3000 Leser. Fiktive Zahlen, sicherlich. Doch der Erfolg ist tatsächlich größer, als die Summe der Einzelteile. Beweis gefällig? Kommt gleich. Erst einmal Jeff Jarvis dazu aus dem besagten Artikel: „(so) … schaffen wir es, mehr Leser für die Artikel der einzelnen Autoren zu erreichen. Die Berichte werden öfter gelesen, die Werbeeinnahmen steigen.“ In einem Gemeinschafts-Nachrichten-Projekt, welches Jarvis begleitete, setzten die Journalisten und Blogger genau diesen Vorsatz um. Gemeinsam mehr erreichen. Mehr Leser, mehr Relevanz bei den Suchmaschinen und mehr Werbeeinnahmen.
Der Leser entscheidet
Und die Inhalte sind für den Leser extrem wichtig. In einer Zeit der medialen Überflutung und der sofortigen Verfügbarkeit sinkt nicht nur die Aufmerksamkeitsspanne. Es klickt sich schneller weg, als dem Schreiberling lieb ist. Und eine Wiederkehr ist ungewiss, wenn nicht sogar unmöglich. Also hat der Leser das Wort. Aber nicht im Leserbrief, sondern bei der Mediennutzung. Schaffen es Journalisten oder Blogger (oder beides) also, ein Medium zu installieren, welches den Nutzen FÜR den Leser bereithält – Chapeau! Dies kann ein fachspezifisches Medium sein oder ein regionales. Machen wir uns nicht mehr über Kaninchenzüchtervereine lustig, sondern bieten denen ein Sach- und Fachforum. Bei Tausenden von Züchtern eine sehr dankenswerte Leserschaft.
Online-Zeitung und Regio-Blog
Die Agentur Abendfarben hat mit ihrem Hamburg-Blog im Oktober die 20.000 Leser-Marke geknackt. Ein Nebenprodukt überzeugt und gibt Anlass zum Weiterplanen. Und ich bin Ihnen ja noch einen Beweis schuldig. Handwerkzeug, Online-Kenntnisse und ein Element, in dem sich der Journalist und Blogger wirklich wohlfühlt – da muss doch noch mehr gehen! Also wurde die Agentur-Seite zu einer Online-Zeitung ungebaut: abendfarben.com
In Tateinheit mit einem weiteren Blogger entsteht nun ein noch besserer, reichweitenstärkerer Blog für den Großraum Hamburg. Eine gute Ausgangslage, brachte der Tanzmichel doch schon beachtliche Leserzahlen und reichlich Content mit. Nun bloggt die Agentur Abendfarben auch auf dem Tanzmichel. Seit dem 16.09.12 beobachten wir gespannt die Zugriffe auf beide Seiten. WinWin, hurra! Es gibt bei beiden einen signifikant höheren Zugriff. Da die üblichen Promotion-Tätigkeiten (Twitter, Facebook, Xing und Co.) im selben Maß genutzt wurden, können sie nicht diese Aufwärtsbewegung verursachen. Zumal gerade die sozialen Netzwerke derzeit eher stagnieren.
Gemeinsam statt Einsam
Die ersten Interessenten für den Hamburg-Blog haben sich schon gemeldet. Gemeinsam bloggt es sich einfach besser. Und der oben beschriebene WinWin-Effekt kommt allen zugute. Also hat Jeff Jarvis recht. Für den Regio-Raum Hamburg bietet der Tanzmichel ein Magazin mit eigenem Content oder dem Verweis auf andere relevante Inhalte. Jarvis dazu: “Mach das, was du am besten kannst, und verlinke zum Rest”. Punkt. Für ausführliche Texte zu Gesellschafts- und Wirtschafts-Themen bietet die Online-Zeitung der Agentur Abendfarben die bessere Plattform. Und beide Seiten laden ein, gemeinsam mehr Erfolg zu haben. Mehr Leser, mehr Relevanz und mehr Werbeeinnahmen sprechen eine deutliche Sprache.







[...] http://abendfarben.com/gemeinsam-mehr-erfolg-warum-jeff-jarvis-recht-hat/ [...]