Ein Paternoster ist ein Aufzug ohne Türen, der in einer Endlosschleife läuft: Die offenen Kabinen fahren auf der einen Seite nach oben, auf der anderen nach unten, ohne anzuhalten. Besucher sind oft skeptisch, ob man auf der anderen Seite nicht kopfüber ankommt. Der Name kommt vom lateinischen „Pater noster“, „Vater unser“. Die Kabinen hängen, wie die Perlen eines Rosenkranzes, an einer Kette. In den Hamburger Kontorhäusern war er jahrzehntelang das Fortbewegungsmittel der Büroangestellten. Zum Teil wurde er durch einen Fahrstuhl ersetzt. Heute ist er selten geworden. Kommen Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit.

Wo ein Paternoster noch läuft
Im Laeiszhof von 1897 läuft einer der letzten Paternoster Hamburgs noch heute, neben dem großzügigen Treppenhaus mit den breiten Galerien. Das Columbia-Haus (1903/04) hat hinter seinem Eingangsbereich noch einen der wenigen Umlaufaufzüge. Im Slomanhaus von 1908 tut der Paternoster noch heute im schönen Treppenhaus seinen Dienst. Im Schumacher Kontor (1911 bis 1913) sorgen Treppenhaus und Paternoster für Bewegung. In der Finanzbehörde am Gänsemarkt (1926) ist der Weg nach oben auch per Paternoster zu schaffen. Im Freihafenamt von Werner Kallmorgen läuft noch ein Original-Paternoster als Personenaufzug. Im Anbau des Ballinhauses aus den 1960er Jahren ermöglicht ein Paternoster den Aufstieg neben dem streng geradlinigen Treppenhaus.

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Der älteste der Welt
Die Flüggerhöfe am Rödingsmarkt gelten mit ihrem Paternoster im Flüggerhaus (1907/08) als Heimat des ältesten Paternosters der Welt. Hier kochte ein Skandal hoch, weil der Bauherr diesen Paternoster ausgebaut hat und nur noch Teile von ihm vorhanden sein sollen.

Paternoster, die es nicht mehr gibt
Der Barkhof war 1910 für seine Zeit sehr modern mit Heizung, Paternoster und Lift. Auch das Edmund-Haus (Treppenhaus Katharinenstraße, 1909) besaß einen Paternoster neben Personen- und Lastenaufzug. Die beiden Paternoster in Fritz Schumachers Handwerkskammer wurden 1976 ausgebaut und durch Fahrstühle ersetzt.

Das Gegenstück
Wer den Paternoster mag, mag vielleicht auch den kleinsten Fahrstuhl Hamburgs. Ein Paternoster war übrigens, wie die Seite Hamburger Kontorhäuser erklärt, in den Kontorhäusern oft der Weg in die Etagen, während Eingang und Treppenhaus die Pracht zeigten.

Paternosters in Hamburg

A paternoster is a lift without doors that runs in an endless loop: the open cabins travel up on one side and down on the other without stopping. Visitors are often sceptical, wondering whether you arrive upside down on the other side. The name comes from the Latin „Pater noster“, „Our Father“. The cabins hang from a chain like the beads of a rosary. In Hamburg’s Kontorhäuser it was the office workers‘ means of getting around for decades. In some places it has been replaced by a regular lift. Today it has become rare. Come with us on a journey into the past.

Where a paternoster still runs
In the Laeiszhof of 1897, one of Hamburg’s last paternosters still runs today, next to the generous staircase with its broad galleries. The Columbia-Haus (1903/04) still has one of the few circulating lifts behind its entrance area. In the Slomanhaus of 1908, the paternoster still does its service in the beautiful staircase. In the Schumacher Kontor (1911 to 1913), staircase and paternoster keep things moving. In the Finanzbehörde at Gänsemarkt (1926), you can also make your way up by paternoster. In the Freihafenamt by Werner Kallmorgen, an original paternoster still runs as a passenger lift. In the extension of the Ballinhaus from the 1960s, a paternoster lets you ride up beside the strictly linear staircase.

The oldest in the world
With the paternoster in the Flüggerhaus (1907/08), the Flüggerhöfe at Rödingsmarkt are considered home to the oldest paternoster in the world. A scandal erupted here because the owner had this paternoster removed, and only parts of it are said to remain.

Paternosters that no longer exist
In 1910, the Barkhof was very modern for its time, with heating, paternoster and lift. The Edmund-Haus (Treppenhaus Katharinenstraße, 1909) also had a paternoster alongside a passenger lift and a goods lift. The two paternosters in Fritz Schumacher’s Handwerkskammer were removed in 1976 and replaced by regular lifts.

The counterpart
If you like the paternoster, you may also like Hamburg’s smallest lift. Incidentally, as the page Hamburg’s Kontorhäuser explains, the paternoster was often the way up to the floors in the Kontorhäuser, while the entrance and staircase displayed the splendour.